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Wie die Douglasie ihre besonderen Zapfen bekam


Zu einer Zeit als alle Bäume zum Leben erwachten wuchs auf einem Stück Land ein kleiner Baum der sich Douglasie nannte. Jedes Jahr streckte sie sich etwas mehr in den Himmel, und versuchte, mit ihrer Krone die Wolken zu fangen. Eines Tages kam die Zeit das Mutter Erde ihr die Fähigkeit schenkte Zapfen zu bilden. Die Douglasie war sehr stolz. Nun konnte sie die Samen in ihren Zapfen zur Erde regnen lassen und dort würden dann ihre Kinder wachsen. Ihre gewaltige Krone hing voller Zapfen und die Douglasie fing die Strahlen der Sonne und ließ sie durch ihre Krone tanzen, so das jedes Lebewesen sehen konnte was sie für eine wundersame Fähigkeit besaß.
Eines morgens, die Sonne lukte vorsichtig über die Kuppen der Berge, erwachte die Douglasie aus ihrem tiefen nächtlichen Schlaf. Sie erkannte das sich Diebe an ihren Zapfen zu schaffen gemacht hatten. Einige Zapfen fehlten und aus anderen waren Samen verschwunden. Daraufhin entschied die Douglasie diese Nacht wach zu bleiben und die Diebe zu fangen. Als die Sonne ihre Jagd über den Himmel schon lange beendet hatte, wiegte der Nachtwind die Dougasie sanft hin und her. Langsam wurde sie müde und schlief ein. Am nächstem Morgen fehlten wieder einige ihrer Zapfen und sie beschloß in dieser Nacht auf jeden Fall wach zu bleiben. Mit großer Anstrengung legte sie eine Wurzel über einen besonders spitzen und großen Stein. Mit jeder Windbewegung drückte die Wurzel auf diesen Stein und so hofft die Douglasie wach bleiben zu können. Als in der Nacht der Wind kam und sie sanft wiegte und streichelte wurde sie trotzdem müde. Doch der Stein half ihr und sie schlief nicht ein. So spürte sie gegen Mitternacht wie etwas ihren Stamm kitzelte. Zuerst nur am Stammfuß, doch langsam wanderte dieses Gefühl immer höher bis in die Korne. Ihre Äste bewegten sich. Immer deutlicher krabbelte und wackelte es bis zu den Spitzen ihrer Zweigen. Dort zupfte und zog etwas an den Zapfen. Erschrocken zog die Douglasie alle ihre Zapfenschuppen zu. Daraufhin herrschte wieder Stille. Voller Spannung wartete die Douglasie auf den nächsten Morgen, um zu sehen was sie in der Nacht ereignet hatte.
Als die Sonne ihren Weg über den Himmel aufnahm und mit Licht und Wärme die Erde weckte, konnten alle Lebewesen die zur Douglasie blickten, eine Veränderung erkennen. Unter jeder Zapfenschuppe hing eine kleine Maus. Nur die Hinterbeine und das Schwanz schauten unter den Schuppen hervor. Die Douglasie war beruhigt und beschloß, das sie von nun an immer so aussehen sollte. So ist es auch bis heute geblieben. Wenn man sich den Zapfen einer Douglasie genau ansieht, erkennt man unter einer jeden Schuppe die Hinterbeine und den Schwanz einer kleinen Maus.

Ein Indianermärchen

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